
am Samstag Abend, den 25. April ist Franz Kneissl nach einer schweren, schleichenden Krankheit seinen letzten Weg angetreten.
Franz war ein Mensch, auf den man sich zu hundert Prozent verlassen konnte. Immer offen für Neues, stets hilfsbereit und ohne je den Anspruch zu haben, im Mittelpunkt zu stehen.
Er war bis zuletzt unermüdlich für unsere gemeinsamen Aktivitäten rund um Franz Xaver Gruber im Einsatz.
Franz war ein Mann der ersten Stunde. Schon in den Anfängen unseres Historienspiels bringt er sich mit Tatkraft, Weitblick und stiller Entschlossenheit ein. Wo Arbeit anfiel, war er da, uneigennützig, gewissenhaft und bis zuletzt unermüdlich.
Franz war der erste, der sich als Anrainer öffentlich und mit großer Überzeugung für den Franz‑Xaver‑Gruber‑Friedensweg eingesetzt hat. Gemeinsam mit seiner Frau gelang es ihm, bedeutende Persönlichkeiten für dieses Vorhaben zu gewinnen und den Weg für dessen Umsetzung zu ebnen. Dass die Friedensstation Europa auf seinem Anwesen errichtet wurde, als erste Station überhaupt! Und dort feierlich eröffnet werden konnte, ist ein bleibendes Zeichen seines großartigen Wirkens und seines Vertrauens in die Kraft der Zusammenarbeit.
Über all die folgenden Jahre hinweg, bis seine Krankheit es schließlich nicht mehr zuließ, war Franz mit Herz und Seele Teil unserer Gemeinschaft.
Als Gästeführer verstand er es in besonderer Weise, Geschichte lebendig werden zu lassen. In ruhigen, eindringlichen Gesprächen vermittelte er seine tiefe Verbundenheit mit dem Gedächtnishaus und mit der Botschaft, die Franz Xaver Gruber der Welt hinterlassen hat. Wer ihm zuhörte, spürte sofort,“ Hier spricht jemand, der nicht nur erzählt sondern lebt, was er weitergibt!“
Neben seiner Familie und der Hochburg Acher Blasmusik war die Gruber‑Gemeinschaft für Franz ein wesentlicher Lebensraum. Seine sportliche Aktivität nahm er bis zum Schluss ernst und lebte sie mit bewundernswerter Konsequenz. Ebenso wichtig waren ihm Freundschaft, Zusammenhalt und Geselligkeit.
Als Mensch verstand es Franz, das Leben zu genießen. Bei den vielen Veranstaltungen, die er gerne besuchte und mitgestaltete, gönnte er sich auch manchmal ein Glas Bier oder ein Glas Wein. Die geselligen Gespräche, oft im vertrauten Kreis der Nachbarschaft waren geprägt von Vernunft, Ehrlichkeit und gegenseitigem Vertrauen.
Mit Franz verlieren wir eine Persönlichkeit, die für unsere Gemeinschaft unglaubliches geleistet hat und deren Wirken weit über das Sichtbare hinausreicht.
Danke, lieber Franz.
Ich bin mir sicher, dort oben wirst du freudig erwartet!
Am Mittwoch, den 29. April wird um 19:30 Uhr der Sterberosenkranz gebetet.
Am Donnerstag, den 30. April findet um 14:30 Uhr der Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung statt.
Franz würde sich sehr freuen, wenn viele ihm auf den letzten Weg begleiten.
Anbei einige Erinnerungen mit Franz: https://fxgruber.at/modules/wggallery/gallery.php?op=show&alb_id=349